Stiftungen entfalten ihre Vorteile vor allem dann, wenn Vermögen langfristig gebunden, reinvestiert oder geschützt werden soll. Sie sind weniger geeignet, wenn Gewinne zeitnah privat verbraucht werden.
Ein einfaches Szenario verdeutlicht das:
Du verkaufst dein Unternehmen für 1 Million Euro. Möchtest du den Erlös überwiegend privat nutzen – etwa für ein Eigenheim, Reisen oder Lebenshaltung – bringt dir eine Stiftung in der Regel keinen Vorteil. Denn sobald Geld aus der Stiftung an dich privat ausgeschüttet wird, fällt zusätzliche Steuer an.
Möchtest du jedoch den Großteil des Verkaufserlöses weiter investieren – in Immobilien, Wertpapiere oder neue Beteiligungen – kann eine Stiftung erhebliche Vorteile bieten. Denn das Kapital bleibt nahezu vollständig im System und kann effizient weiterarbeiten.
Der Unterschied liegt also nicht im Vermögen, sondern in der Verwendungsabsicht.