Nehmen wir an, ein Unternehmer verkauft seine Firma für eine Million Euro. Lohnt sich dafür eine Stiftung?
Die Antwort hängt davon ab, was mit dem Verkaufserlös geschehen soll.
Wenn das Geld privat verwendet werden soll – etwa für ein Eigenheim oder zur freien Lebensgestaltung – bringt die Stiftung keinen steuerlichen Vorteil. Zwar kann eine Stiftung unter bestimmten Umständen Unternehmensverkäufe sehr niedrig besteuern, doch das Vermögen gehört dann der Stiftung. Soll es privat entnommen werden, fällt erneut Steuer an. Am Ende bleibt man in einer ähnlichen Belastung wie beim direkten Privatverkauf.
Anders sieht es aus, wenn der Großteil des Verkaufserlöses reinvestiert werden soll – beispielsweise in Immobilien, Wertpapiere oder neue Beteiligungen. Dann kann die Stiftung ihre Stärke ausspielen, weil deutlich mehr Kapital im System bleibt und weiterarbeiten kann. Genau hier entsteht der strategische Vorteil.